Wessling, 20. Oktober 2026 – Nachhaltiges Wachstum bei MuM-Software, schlanke Kosten und ein starker Cashflow sorgen für viel Licht im 9M-Abschluss des CAD/CAM/BIM-Spezialisten Mensch und Maschine Software SE (MuM - ISIN DE0006580806). Gegenwind aus dem Autodesk-Geschäft warf andererseits noch einen Schatten auf die Ergebnisse, hat sich aber im Laufe des Q3 durch anziehende Neuverkäufe schon so abgeschwächt, dass im Schlussquartal kaum noch Bremseffekte erwartet werden.
Der Neunmonats-Konzernumsatz stieg auf EUR 189,34 Mio (Vj 177,10 / +6,9%), davon EUR 93,44 Mio (Vj 85,99 / +8,7%) aus MuM-Software und EUR 95,90 Mio (Vj 91,11 / +5,3%) aus der Digitalisierung.
Der Rohertrag aus MuM-Software stieg um +8,5% auf EUR 84,10 Mio (Vj 77,54) - ein enormer Sprung ggü. +3,7% im Jahr 2025. Auch in der Digitalisierung war der MuM-Anteil steigend, der Segment-Rohertrag wurde aber durch noch kräftigen Autodesk-Gegenwind auf EUR 50,89 Mio (Vj 58,16 / -12,5%) verwässert. Dadurch lag der 9M-Konzern-Rohertrag nur bei EUR 134,99 Mio (Vj 135,70 / -0,5%).
Die Kosten waren aufgrund der fortgesetzten Verschlankung der Organisation unter Vorjahr, so dass das Betriebsergebnis EBITDA mit EUR 46,51 Mio (Vj 45,04 / +3,3%) trotz kleinem Rohertrags-Minus auf Wachstumskurs blieb. Mit EUR 36,93 Mio (Vj 37,18 / -0,7%) lag das Betriebsergebnis EBIT wegen höherer Abschreibungen knapp unter Vorjahr, davon EUR 29,09 Mio (Vj 24,63 / +18%) aus dem Software-Segment und EUR 7,83 Mio (Vj 12,55 / -38%) aus der Digitalisierung.
Der Nettogewinn kam auf EUR 23,38 Mio (Vj 24,27 / -3,7%) bzw. 142 Cent (Vj 145 / -2,2%) pro Aktie. Der operative Cashflow, der 2023/24 stark von zeitlichen Abrechnungs-Differenzen bei Autodesk-Dreijahresverträgen profitiert hatte und 2025 entsprechend niedriger ausfiel, ist mit EUR 27,72 Mio (Vj 16,62) bzw. 168 Cent pro Aktie (Vj 99) wieder im Steigflug.
Für Gründer/Chairman Adi Drotleff und CFO Markus Pech zählen die nachhaltig positiven Effekte deutlich mehr als die temporäre Ertragsdelle: „Auch wenn der Zielkorridor für das 2026-Ergebnis von +11-19% auf Basis der 9M-Zahlen ambitioniert erscheint, sehen wir weiterhin die Chance, mit einem starken Q4 die untere Hälfte der Spanne zu erreichen. Und da wir ab 2027 keine Bremseffekte mehr erwarten, sowie angesichts der gesenkten Kostenbasis, halten wir am Ziel der EPS-Verdoppelung in den fünf Jahren ab 2025 auf mehr als 380 Cent im Jahr 2030 unverändert fest.“
Titelthema auf dem Umschlag des Q3-Berichts 2026:
„Dank KI: Datenbankabfrage in natürlicher Sprache statt per SQL“