Die beier baudesign GmbH ist dank MuM-Schulungen
für ihre Modulbauprojekte mehr als fit für BIM
Baukosten steigen. Nachhaltigkeit ist Trumpf.
Zeit ist knapp. Die beier baudesign GmbH in
Braunschweig will dennoch nicht auf Qualität
verzichten und setzt auf Modulbau. Von dort
war der Weg zu BIM und Autodesk Revit kurz.
Schulungen und Training on the Job bei MuM
helfen dem Team, den Bauherren früh Kennzahlen zu liefern und gleichzeitig langlebige,
hochwertige Architektur zu entwickeln.
Großprojekte sind die Kernkompetenz der beier baudesign GmbH in
Braunschweig: Projekte für die Möbelbranche und die Warenlogistik,
innerstädtische Einkaufszentren, Büro- und Verwaltungsgebäude realisiert
das Büro ebenso wie große Wohnbauprojekte. Während der Coronazeit
haben die Mitarbeitenden Typologien für Wohnprojekte im Modulbau entwickelt. „Wir wollten weg vom zweifelhaften Charme der Plattenbauten
hin zu individuellen, an die Grundstücke und Stadtbilder angepassten
Bauten“, erzählt Geschäftsführer Yannis Beier.
Und was ist mit BIM?
Nach zwei mit konventionellem CAD realisierten Modulbau-Projekten
schlug der Produzent der Module vor, auf Revit umzusteigen und BIM als
Planungsmethode zu nutzen. Die hohen Kosten, die das Neu-Modellieren
für die Produktion verursachte, gaben den Ausschlag. Doch wie führt
man für rund 25 Planerinnen und Planer eine völlig neue Methode ein?
Die Schulung überzeugt
Sechs Mitarbeitende absolvierten bei MuM die 8-tägige Online-Ausbildung zum 3D-Revit-Master in nur zwei Wochen. Trotz des riesigen
Lernstoffs fühlte sich niemand überfordert. „Der Dozent hat stets darauf
geachtet, dass alle den Stoff verstanden haben, bevor es weiterging“,
sagt Yannis Beier. Die Ausbildung hat ihn sowohl didaktisch und fachlich
überzeugt, denn auch auf jede scheinbar büro-individuelle Frage gab es
eine kompetente Antwort. Zusätzlich stellte der Modulproduzent sein
Know-how und viel Material zur Verfügung: 3D-Modelle, Handbücher,
Revit-Familien.
Mit Selbstvertrauen ans nächste Projekt
Das Team war nach dieser Schulung motiviert, die Modulbau-Projekte mit Revit zu entwickeln. „Wir sind bei einem Nachverdichtungsprojekt in Euskirchen sogar während des Projekts beim Übergang
von Leistungsphase 4 nach 5 auf Revit umgestiegen – das hat
prima geklappt,“ erzählt Yannis Beier. Unterstützt von MuM entdeckte beier baudesign die Möglichkeiten, die die Autodesk-Welt
neben Revit bietet: Die Cloud-Plattform Forma ermöglicht dem
Büro, Entwürfe, Modelle und Visualisierungen Bauherren und Nachunternehmern zur Verfügung zu stellen. Auf diese Weise können
schneller fundierte Entscheidungen getroffen werden. Fun-Fact:
Der Viewer der Plattform kann sogar manche über 30 Jahre alten
CAD-Formate anzeigen.
Architektur und Modulbau
Inzwischen hat beier baudesign einen eigenen Workflow für die
Machbarkeitsanalysen im Modulbau entwickelt. Damit lassen sich
sehr früh Kennzahlen ermitteln, die für die Investitionsentscheidung
der Bauherren wichtig sind. Dabei wird eine Entwurfsidee zunächst
durch einfache ‚digitale Bauklötze‘ dargestellt, bei denen verschiedene Parameter hinterlegt sind. Anhand dieses für die Bauherrschaft günstigen Mini-Modells lassen sich in kurzer Zeit Kennzahlen
ermitteln: der optimale Wohnungsmix, Brutto- und Nettoflächen
und vieles mehr. Bei der Nettowohnfläche beträgt die Abweichung
vom fertigen Entwurf selten mehr als 1%, was besonders bei geförderten Bauprojekten wichtig ist. Der Modulproduzent hat unterdessen viele Ideen, die bei beier baudesign entstanden sind, in
seinen Konfigurator übernommen – eine gelungene Verbindung
von Architektur und Produktion.
Weiterlernen
Yannis Beier ist inzwischen tiefer ins Thema BIM eingestiegen. Er
hat sich bei MuM zum BIM Manager ausbilden lassen und den Zusatzkurs BIM und Recht belegt. Das gesamte Team kennt sich dank
des MuM-Ausbildungskonzepts BIM Ready mit der Methode aus;
regelmäßige Umfragen helfen, Schwächen und Unsicherheiten zu
identifizieren, die in individuellen Schulungen behoben werden.
„Mit dem Servicevertrag mit MuM können wir ‚unseren‘ Berater
buchen, wann immer wir ihn brauchen. Dieser bringt als Externer
Wissen aus anderen Projekten mit. Das ist auch psychologisch
sehr nützlich und erhöht die Akzeptanz und Lernbereitschaft für
neue Methoden im Team“, findet Yannis Beier.
Der richtige Schritt
Für beier baudesign war der Umstieg auf BIM der richtige Schritt.
Neben der Zeitersparnis erweitert die neue Arbeitsweise die Möglichkeiten – von verbesserten Schnittstellen zum Modulproduzenten
über die Kommunikation mit den Kunden, die schon früh Visualisierungen der Projekte erhalten, bis hin zu den Mitarbeitenden, die
heute viel besser verstehen, worum es bei ihrer Arbeit geht. „Manchmal ist es wie Science-Fiction“, sagt Yannis Beier. „Wir entwickeln
hochwertigen Wohnraum auf eine Art, die nachhaltig ist und Spaß
macht. Und komplexe Tools machen das Leben leichter, wenn man
weiß, wen man fragen muss.“
Yannis Beier führt das Architekturbüro zusammen mit seinem
Vater in dritter Generation. Sein Motto: Werte erhalten, Neues
schaffen, Lösungen finden.