MuM erweitert die PLM-Lösung der SwissNeutronics AG auf Basis
von Fusion Manage, minimiert Risiken bei Entwicklung und Produktion
und reduziert den Dokumentationsaufwand
Die Verantwortlichen bei SwissNeutronics
waren skeptisch: Ein PLM-System für ein
Kleinunternehmen mit knapp 20 Mitarbeitenden? Doch nach einem erfolgreichen Vorprojekt ersetzte die von MuM „getunte“
Lösung die selbst entwickelte Applikation
auf Excel-Basis. Heute spart das Unternehmen viel Zeit und ist unabhängig vom
Know-how einzelner Mitarbeiter.
SwissNeutronics entwickelt und fertigt neutronenoptische Komponenten
und Instrumente für die Grundlagenforschung. Forschungsinstitute in
aller Welt schätzen die Qualität und die Zuverlässigkeit vor allem der Neutronenleiter made in Switzerland. Eine hauchdünne Spiegelbeschichtung
im Inneren der Leiter hält Neutronen auf ihrer Bahn, sodass sie am Ziel
Dinge sichtbar machen können, die z. B. Röntgenstrahlen verborgen
bleiben. Jedes Instrument besteht weitgehend aus standardisierten Bauteilen, ist aber ein nach Kundenanforderungen gefertigtes Einzelstück.
Wie laufen Daten durchs Unternehmen?
Auch wenn Produktpalette und Kundenkreis sehr speziell sind, steht
SwissNeutronics mit seinen rund 20 Mitarbeitenden vor den gleichen
Herausforderungen wie andere Kleinunternehmen, wenn es um Kommunikation, durchgängige Daten und effiziente Prozesse geht. Das Konstruktionsteam nutzt Autodesk Inventor und Autodesk Vault; MuM liefert
CAD- und PDM-Systeme sowie Tools, die die Arbeit erleichtern: den MuM
PDM Booster und das MuM Multitool. Das MuM Multitool für Inventor
vereinfacht wiederkehrende Arbeitsschritte und beschleunigt den Konstruktionsprozess. Die Job-Engine des MuM PDM Boosters generiert
aus den Konstruktionsmodellen Stücklisten, die in ein von SwissNeutronics selbst entwickeltes, komplexes System aus zahlreichen Exceldateien
eingelesen und mithilfe von Makros in den nachfolgenden Abteilungen
verarbeitet wurden. In diesem System nutzt man QR-Codes, die auf die
Bauteile gelasert werden und Informationen über die Teile beinhalten.
Dadurch müssen die Teilenummern bei den verschiedenen Produktionsschritten nicht manuell eingegeben werden.
Hier lauerte Risiko
Dieses Gesamtsystem funktionierte, war aber noch fehleranfällig:
Es konnte nicht sicherstellen, dass die richtigen Dateiversionen
weitergegeben und vorgegebene Prozesse eingehalten wurden.
Ein einziger Mitarbeiter wusste über die Makros Bescheid. Was,
wenn er das Unternehmen verlässt, oder wenn ein Makro nach
einem Excel-Update nicht mehr läuft?
Schritt für Schritt mehr Sicherheit
Die MuM-Berater hatten eine Idee: Fusion Manage kann als PLMSystem Risiken minimieren und Datendurchgängigkeit sicherstellen.
Pascal Baumgartner, Head of Engineering Design, erinnert sich:
„Wir hatten Respekt: PLM-Systeme sind mächtig und oft schwer
zu integrieren.“ MuM konnte die Bedenken zerstreuen: Standardisierte Leistungspakete erleichtern die Installation und die Anpassung – ein Aufwand, der überschaubar und gut kalkulierbar ist.
Prozesse analysieren
Die Betriebsleitung entschied sich für ein Vorprojekt, um Chancen
und Risiken auszuloten. Startpunkt war die Analyse aller Prozesse
bei SwissNeutronics. „MuM hat überraschend schnell verstanden,
wie wir arbeiten“, erinnert sich Pascal Baumgartner. Er selbst habe
in dieser Analysephase gemerkt, wie wenig man im Alltag über den
eigenen Teller- bzw. Bildschirmrand schaut.
EBOM-/MBOM-Editor
Vom Start des Vorprojekts bis zum Go-live vergingen rund anderthalb Jahre. Das erste Live-Projekt war – natürlich – ein echter Härtetest. Und wohl ebenso natürlich zeigte sich noch eine Schwäche. Häufig werden einzelne Sektionen einer Anlage in größeren
Zeitabständen gefertigt, sodass die Stücklisten für die noch zu
fertigenden Sektionen aktualisiert werden müssen. Die Lösung:
ein EBOM-/MBOM-Editor, also ein Tool, mit dem sich die Stücklisten frei gliedern und an die unterschiedlichen Anforderungen
anpassen lassen.
PLM ist angekommen
Heute ist das PLM-System etabliert. Auch Mitarbeitende, die Veränderungen zunächst vorsichtig begegneten, sind heute überzeugte
Fusion-Nutzer. Daran hat MuM großen Anteil: Für die Nutzergruppen
wurde ein Web-Service programmiert, der nur die unbedingt nötigen Eingaben abfragt. Komplexität und Mächtigkeit des Systems
bleiben verborgen.
Bis zu 80% Zeitersparnis
Heute werden Daten von der Entwicklung bis zur Montage digital
übergeben: vom CAD-Rechner in der Konstruktion über Tablet-PCs
in der Fertigung bis zu Monitoren in der Montage. Bei den QR-Codes sind jetzt mehr Informationen hinterlegt, die automatisch ins
PLM übernommen bzw. von dort ausgelesen werden. Das schafft
Sicherheit und spart Zeit. Viel Zeit spart auch der Betriebsleiter,
der für jede Anlage eine nachvollziehbare Dokumentation erstellen
muss. Auch wenn nicht alle dazu nötigen Daten im PLM-System
vorliegen, ist der Zeitaufwand von rund vier Stunden auf etwa 45
Minuten gesunken.
Der richtige Partner
„Ohne MuM hätten wir dieses Projekt kaum in Angriff genommen.
MuM hat das Know-how, das wir brauchen, und die richtigen Tools,
um ein PLM-System schnell und anwenderfreundlich zu implementieren“, sagt Pascal Baumgartner. „Bei MuM sind alle stets
bereit, weiterzudenken, und finden immer eine Lösung, die passt.“
Pascal Baumgartner, Head of Engineering Design:
„Bei MuM zu kaufen, ist immer eine gute Entscheidung.
Die Berater verstehen unsere Anforderungen und
finden gute Lösungen.“